Trümmer-Rettungshunde

Trümmer-Rettungshunde sind   schlecht hin das, was die breite Masse mit dem Begriff Rettungshunde verbindet.

 

Wenn in Zeitungen, im TV oder im Radio über den Einsatz von Rettungshunden informiert, bzw. berichtet wird, geht es meist um „Trümmersuche“. Sei es nach Erdbeben, Flugzeugabstürzen, Gasexplosionen oder Gebäudeeinstürzen.

 

Technische, hochempfindliche, Ortungsgeräte können nur Geräusche orten, bzw. Wärmequellen welche sich im Oberflächenbereich befinden.

 

Der Trümmer-Rettungshund aber, mit seinem hochentwickelten Geruchssinn, „erschnüffelt“ tief verschütte Menschen mit einer für uns kaum zu begreifenden Sicherheit.

 

Ob bewusstlos, verschüttet unter großen Trümmern oder in für uns Menschen nicht mehr begehbaren Situationen, der Trümmer-Rettungshund kennt keine „Hindernisse“.

Er arbeitet, dank seiner antrainierten Sicherheit und Routine unter schwierigsten Bedingungen.

 

Die Arbeit:

 

Die Hunde müssen sich gerne und sicher in Trümmerlagen bewegen.. Damit bei der Suche der Hund nicht an Trümmerstücken hängen bleibt, läuft er ohne Halsband oder Leine.

 

Unsere Trümmer-Rettungshunde werden daran gewöhnt ,nicht „wild drauf loszurennen“, sondern sich besonnen und vorsichtig in gefährlichsten Umgebungen zu bewegen.

 

Auf- oder Abspringen in Trümmerlagen kann dem Rettungshund ggf. das Leben kosten. Darum lernen unsere Hunde das Springen in der Trümmerlage generell verboten ist. Auf- oder Abstiege müssen vorsichtig tastend bewältigt werden, um Abstürze zu vermeiden.

 

Der Trümmer-Rettungshund muss geräuschunempfindlich sein, da - wie auf einer Baustelle - durch Rettungsmaßnahmen oftmals schwere und laute Maschinen zum Einsatz kommen. Hitze, Feuer und Ablenkung durch Mensch und Tier, dürfen den Trümmer-Rettungshund ebenso nicht stören.

 

Das Anzeigeverhalten des Hundes kann je nach Situation unterschiedlich sein. Bellen, scharren oder aber der Versuch in das Gelände einzudringen sind mögliche Verhalten des Hundes. Sie unterscheiden sich - wie bei der Flächensuche - je nach Rasse und Hund selbst.

 

Der Hundeführer muss seinen Hund sehr gut kennen und beide müssen ein Team sein.

 

In Trümmerlagen ist es schwierig, direkt, zu lokalisieren wo verschütte Personen liegen.

Durch Verwirbelungen, Zerstreuung, Luftlöcher oder aber Schächte verteilt sich der "Geruch" des Menschen unterschiedlich, man nennt dies Kamineffekt.

 

So kann der Hund schon an einer weiter entfernten Position den Geruch des Vermissten aufnehmen. Es ist deshalb auch wichtig, das der Hund bei der Bergung dabei ist. Durch die unterschiedliche Lage der Trümmer kann der Hund den Helfern die Richtung deuten, wo man weiter die Trümmer entfernen muss um an den Standort der vermissten Person zu gelangen.