Flächensuchhunde

 

Bei der Flächensuche geht es, wie der Name schon sagt, darum, das der Rettungshund eine Fläche selbstständig absucht. Die Einsatzgebiete sind meist unwegsame Waldgebiete.

Der Einsatz eines Flächenhundes hat den Vorteil, das das Suchgebiet in relativ kurzer Zeit und mit wenigen Einsatzkräften abgesucht werden kann. Zeit ist vor allem bei vermissten Personen mit Erkrankungen, bei suizidalen Absichten oder bei Wetterverhältnissen, die lebensbedrohlich sein können (z.B. Temperaturen im Minusbereich), ein wichtiger Faktor.

 

Unsere Rettungshunde suchen dabei nicht nach einer bestimmten Person sondern nach dem stärkstem und frischestem menschlichem Geruch im Einsatzgebiet. Somit zeigen unsere Hunde alle Personen an die sich in „ihrem“ Suchgebiet befinden.

Anzeigen kann ein Rettungshund auf verschiedene Weise. Die drei gängigsten Methoden sind „Verbellen“, „Rückverweisen“/ „Freiverweisen“ und das Apportieren von Bringseln.

 

Beim „Verbellen“ verbleibt der Hund bei der vermissten Person und bellt solange bis der Hundeführer vor Ort ist. Das anhaltende Bellen weist hierbei dem Hundeführer den Weg.

 

Beim „Rückverweisen“ / „Freiverweisen“ kehr der Hund nach dem Auffinden der vermissten Person zum Hundeführer zurück und zeig durch ein festgelegtes Zeichen an das er gefunden hat. Anschließend führt der Hund den Hundeführer zur vermissten Person.

 

Die Anzeige mittels Bringsel ist eine Anzeigeform, die bereits von den Sanitätshunden im 1. Weltkrieg angewandt wurde. Dem Hund wird am Halsband ein Bringsel (z.B. ein Seil) angebracht, welches der Hund nach dem Auffinden der vermissten Person in den Fang nimmt und zu seinem Hundeführer apportiert. Anschließend führt der Hund das Suchteam zur vermissten Person.

Während der Suche laufen unsere Hunde frei und durchaus auch außerhalb des Sichtfeldes des Hundeführers im Gelände. Deshalb müssen sie als Rettungshunde mittels Kenndecke speziell gekennzeichnet werden. Diese kennzeichnet sie als Diensthunde im Einsatz. An der Kenndecke sind zur Ortung des Hundes eine Bärenglocke so wie ein Blicklicht für die Nachtsuche angebracht.

Die Kenndecke ist aber gleichzeitig das Zeichen für den Hund, das er jetzt in die Suche geht. So merkt man richtig, das die Anspannung des Hundes steigt, wenn ihm die Kenndecke angezogen wird.